Besuch der Email­lie­fa­brik von Oskar Schind­ler.

Am 06.02 sind wir nach dem Früh­stück zu der Email­lie­fa­brik von Oskar Schind­ler gefah­ren, durch die wir eine Füh­rung gemacht haben. Wäh­rend der Füh­rung ging es um das Leben der Juden unter der Herr­schaft Hit­lers und den Ein­fluss Oskar Schind­lers. Etwas scha­de war es, dass die Schind­ler Fabrik nicht mehr im Ori­gi­nal­zu­stand war, da nach dem Krieg eine ande­re Fir­ma die Fabrik über­nom­men und die­se umge­baut hat. Nach der infor­ma­ti­ven Füh­rung hat­ten wir etwas Frei­zeit und tra­fen uns danach beim Jüdi­schen Muse­um „Gali­cia“. Dort hat­ten wir eine klei­ne Ein­füh­rung in der uns durch Fotos näher gebracht wur­de, wie mit dem jüdi­schen Erbe in Polen umge­gan­gen wird. Danach hat­ten wir ein emo­tio­na­les Gespräch mit der Zeit­zeu­gin Rena Rach. Sie erzähl­te uns mit­hil­fe einer Über­set­ze­rin ihre Lebens­ge­schich­te, wor­auf­hin wir ihr Fra­gen stel­len konn­ten. Das Gespräch hat mich per­sön­lich sehr nach­denk­lich gemacht und auch mit­ge­nom­men, da ein­fa­che Tex­te in Muse­en einen nicht so mit einer emo­tio­na­len Wucht tref­fen, als wenn man einer Per­son, die den Holo­caust über­lebt hat, gegen­über­sitzt. Außer­dem stimmt es einen trau­rig zu hören, wie ihr die gesam­te Fami­lie von den Nazis genom­men wur­de. Nach dem Gespräch rief sie noch ein­mal dazu auf, dass wir alle ihre Geschich­te wei­ter­erzäh­len sol­len um zu ver­hin­dern, dass so etwas schreck­li­ches nicht noch ein­mal pas­siert.
Dar­auf­hin ver­ab­schie­de­ten wir uns und sahen uns die rest­li­che Aus­stel­lung im Muse­um an. Im Anschluss durf­ten wir Kra­kau in klei­nen Grup­pen wei­ter erkun­den.
Die­ser Tag war für uns der Höhe­punkt der Fahrt und wird uns noch lan­ge in Gedan­ken beglei­ten, da es so ein­ma­lig ist eine Zeit­zeu­gin zu tref­fen. Wir bedan­ken uns daher noch ein­mal im Namen der Grup­pe bei unse­ren Leh­ren, die uns die­se tol­le und ein­ma­li­ge Fahrt ermög­licht haben.
Von Han­no und Lia

 

Bild­quel­le: (imago/Pacific Press Agency/Dominic Dud­ley)